Tschechische Schule ohne Grenzen – Beitrag zur Völkerverständigung

Thomas Walz | 12. April 2011

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Hinter den Schulkindern stehend: Radka Bubová (2. von links), Dr. Zuzana Jürgens, Stanislav Kázecký, Iveta Ládová, Senator Tomáš Grulich, Generalkonsul Josef Hlobil.

Als Beitrag zur Deutsch-Tschechischen Integration besuchte Senator Tomáš Grulich die Tschechische Schule ohne Grenzen in München. Zusammen mit Stanislav Kázecký vom Auslandsministerium, Leiter der Abteilung für Angelegenheiten der Tschechen im Ausland, und dem tschechischen Generalkonsul in München Josef Hlobil empfingen 30 Schulkinder die Delegation mit einem Lied und einem Gedicht. Anschließend besichtigten sie die vier Klassen und ließen sich von der Direktorin des Tschechischen Zentrums München Dr. Zuzana Jürgens die Schule zeigen.

Von links: Dr. Zuzana Jürgens, Stanislav Kázecký, Senator Tomáš Grulich, Radka Bubová, Iveta Ládová (Lehrerin), Besuch in der ersten Klasse.

Im Gespräch mit den Eltern der Kinder zeigte sich Senator Grulich erfreut über das große ehrenamtliche Engagement der Schulleiterin Radka Bubova, sowie die tatkräftige Unterstützung durch die Eltern. Er versprach, sich nachhaltig im Senat und auf politischer Ebene in Prag, für eine größere Unterstützung, vor allem in finanzieller Hinsicht, durch die tschechische Regierung einzusetzen.

Die tschechische Schule ohne Grenzen ist ein weltweit tätiger Verein mit Schulen in Australien, Amerika und Europa. Eltern müssen Mitglied sein, damit die Kinder dort in die Schule gehen können.  Die Mitarbeiter sind bis auf die ausgebildeten Lehrkräfte (in München vier) ehrenamtlich tätig. In München wurde die Schule 2009 eingeführt. Jeweils samstags lernen die in Deutschland lebenden Kinder mit tschechischen Wurzeln, die tschechische Sprache in Wort und Schrift sowie Heimatkunde. Die Schüler sind zudem an einer Schule in Prag angemeldet. Einmal jährlich kommt eine Prüfungskommission und die Kinder können für die jeweilige Klasse eine in Tschechien anerkannte Jahrgangsprüfung ablegen. Darüber hinaus vermittelt die Schule den Kindern auch tschechische Kultur und Identität.

Bereits seit 2005 existiert zudem in München im Evangelischen Migrationshaus eine tschechische Vorschulgruppe für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Wie die Leiterin Petra Schüßler erklärte, sind sie mittlerweile der Schule angegliedert und kooperieren sehr eng. So unterrichtet einmal wöchentlich mittwochs für eine Stunde eine der Lehrerinnen der Schule ohne Grenzen die Vorschulkinder.

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